„Was kostet bei euch ein Herrenhaarschnitt?" Die Frage kommt jede Woche ein paar Mal, und jedes Mal tippst du den Preis neu oder schickst das Foto der Preisliste. WhatsApp Business hat dafür eine eigene Stelle: den Katalog. Er hängt an deinem Unternehmensprofil, und für Betriebe, die Leistungen statt Waren verkaufen, gelten dort eigene Regeln.
Dieser Beitrag ist Teil unseres Leitfadens zur WhatsApp-Terminbuchung.
Was ist der Katalog in WhatsApp Business?
Eine Übersicht deiner Produkte und Dienstleistungen, die Kunden in deinem Unternehmensprofil sehen. So beschreibt ihn die WhatsApp-Hilfe zum Katalog. Jeder Artikel braucht drei Angaben, alles andere ist freiwillig:
| Angabe | Pflicht |
|---|---|
| Name des Produkts oder der Dienstleistung | ja |
| mindestens ein Bild, bis zu zehn Bilder oder Videos | ja |
| Herkunftsland | ja |
| Preis und Aktionspreis | nein |
| Beschreibung | nein |
| Link zur Webseite | nein |
| Produkt- oder Dienstleistungscode | nein |
Videos dürfen laut Hilfe höchstens 50 MB groß sein. Preise sind laut WhatsApp nur in bestimmten Ländern möglich, welche, steht dort nicht. In Deutschland zeigt die App das Preisfeld, so in unserem eigenen Konto am 23.10.2026. Die Reihenfolge der Artikel bestimmst du selbst. Laut den Nutzungsbedingungen der Business-App gibt WhatsApp keine vor und ordnet deine Artikel auch nicht im Vergleich zu denen anderer Unternehmen ein.
Eine Gebühr für den Katalog nennt WhatsApp nicht, er gehört zur Business-App, die du kostenlos herunterlädst. Und wer einen WhatsApp-Shop sucht: Die früheren Shops-Schaufenster zeigt die Business-App laut Hilfe nicht mehr. Ihr Händlerwerkzeug ist der Katalog.
Wie erstellst du einen Katalog in WhatsApp Business?
Am Handy legst du jeden Artikel einzeln an. Laut Anleitung läuft das auf Android und iPhone gleich:
- Tippe im Tab „Tools" auf „Katalog".
- Tippe auf „Neuen Artikel hinzufügen" und füge Fotos oder Videos hinzu.
- Gib den Namen deiner Leistung ein.
- Wähle unter „Herkunftsland" das Land, in dem der Artikel erstellt wurde, und speichere.
- Ergänze, was Kunden sehen sollen: Preis, Aktionspreis, Beschreibung, Link oder Code. Dann tippst du auf „Speichern".
Am Rechner geht das in WhatsApp Web und in der Windows-App über das Menü und „Katalog". Dort lädst du nur Bilder hoch, keine Videos. Die Mac-App kann den Katalog laut Hilfe nicht, am Mac bleibt der Browser. Welche Business-Funktion am PC wo geht, steht im Beitrag zu WhatsApp Business am PC.
Mehrere Leistungen fasst du in Collections zusammen, etwa alles rund um Hände und alles rund um Füße. Das geht erst, wenn Artikel im Katalog stehen: im Katalog über das Menü und „Collections". Auch Collections prüft WhatsApp, laut Hilfe dauert das nicht länger als 24 Stunden.
Eine Leistung, die du gerade nicht anbietest, musst du nicht löschen. Artikel lassen sich ausblenden und später wieder einblenden. Auf Android ist das laut Hilfe womöglich noch nicht für alle Konten verfügbar.
Warum sehen Kunden deinen Katalog nicht?
Meist steckt der Artikel noch in der Prüfung. WhatsApp prüft jedes Bild und Video im Katalog und dazu die Leistung selbst gegen seine Business-Messaging-Richtlinie. Solange die Prüfung läuft oder der Artikel abgelehnt ist, sehen Kunden ihn nicht. Freigegebene Artikel erscheinen automatisch.
Eine Ablehnung erkennst du am roten Ausrufezeichen neben dem Bild. Hältst du sie für falsch, tippst du auf den Artikel, forderst eine erneute Prüfung an und gibst einen Grund an. Wird auch der Einspruch abgelehnt, kannst du laut Hilfe per Antwort eine dritte Prüfung verlangen.
Wie lange die Prüfung eines einzelnen Artikels dauert, nennt die Hilfe nicht, nur für Collections stehen dort 24 Stunden. Plane den Vorlauf ein, bevor du den Katalog irgendwo bewirbst.
Welche Leistungen darf ein WhatsApp-Katalog zeigen?
Dienstleistungen ja, bei Gesundheitsleistungen wird es eng. Für alles, was du im Katalog anbietest, gilt neben WhatsApps Richtlinie auch Metas Handelsrichtlinie, die den WhatsApp Business-Katalog ausdrücklich nennt. Zwei Stellen darin betreffen Betriebe mit Termingeschäft:
- Dienstleistungen: Grundsätzlich verbietet die Richtlinie, Dienste über Metas Handelsfunktionen zu verkaufen. Ausgenommen sind die WhatsApp Business-App und Termine auf Facebook oder Instagram. Im Katalog der Business-App sind Leistungen also erlaubt.
- Medizin und Gesundheit: Kommerzielle Inhalte dürfen den Kauf oder Verkauf von „Medizin- und Gesundheitsprodukten und -dienstleistungen" nicht fördern, medizinische Geräte und Nahrungsergänzungsmittel eingeschlossen.
Dazu kommen kleinere Grenzen. Geschenk- und Rabattgutscheine erlaubt die Richtlinie nur zugelassenen Verkäufern, wer als zugelassen gilt, erklärt sie nicht. Herunterladbare Inhalte und digitale Abonnements schließt sie aus. Stand der Richtlinie: abgerufen am 23.10.2026, ein Datum trägt die Seite nicht.
Eine Praxis stellt ihre Behandlungen nach diesem Wortlaut besser nicht in den Katalog. Wo Meta die Grenze bei Massage, Kosmetik oder Fitness zieht, steht in keiner der beiden Richtlinien, das zeigt erst die Prüfung. WhatsApps eigene Richtlinie warnt außerdem: Wer im Katalog anbietet, was Metas Handelsrichtlinie verbietet, kann einzelne oder alle Business-Funktionen von WhatsApp verlieren. Was für Gesundheitsdaten im Chat gilt, steht im Beitrag zu WhatsApp im Unternehmen.
Wie teilst du den Katalog mit Kunden?
Im Chat oder per Link. In einem Chat tippst du am Android-Handy auf die Büroklammer und dann auf „Katalog", am iPhone auf das Plus und dann auf das Katalog-Symbol. Mit „Katalog senden" schickst du den ganzen Katalog. Unter Android kannst du stattdessen auch einzelne Artikel antippen, mehrere auf einmal.
Aus dem Katalog heraus bekommst du außerdem einen Link, zum ganzen Katalog oder zu einem einzelnen Artikel. Den schickst du über WhatsApp, stellst ihn in deinen Status, kopierst ihn oder teilst ihn per E-Mail und in anderen Apps. Laut Hilfe zu Kataloglinks gibt es drei Haken:
- Feste Adresse: Den automatisch erzeugten Link kannst du nicht anpassen. Änderst du ihn, funktioniert er womöglich nicht mehr.
- Keine Collection allein: Teilen lassen sich nur der ganze Katalog und einzelne Artikel.
- Status für alle: Einen Link im Status sehen standardmäßig alle deine Kontakte.
Öffnet jemand den Link in WhatsApp, landet er direkt beim Artikel. Aus einer E-Mail oder dem Browser heraus fragt das Gerät erst, womit der Link geöffnet werden soll. Deine Kunden können Artikel ihrerseits an Freunde weiterleiten.
Was ist der Einkaufswagen im WhatsApp-Katalog?
Ein Button, über den Kunden mehrere Artikel sammeln und dir als eine Nachricht schicken. Laut Hilfe zum Einkaufswagen erscheint dafür neben deinem Unternehmensnamen im Chat und im Profil ein Shopping-Button. Darüber stöbern Kunden im Katalog, legen Artikel in den Einkaufswagen, ändern die Anzahl und senden ihn ab.
Was danach passiert, liegt bei dir. Laut WhatsApps Richtlinie ist WhatsApp weder für die Abwicklung noch für die Bezahlung oder Erfüllung eines Verkaufs verantwortlich. Das liegt allein beim Betrieb, ebenso die Verkaufsbedingungen und die Steuern.
Für einen Betrieb mit Terminen sendet der Einkaufswagen oft das falsche Signal: Wer „Maniküre" hineinlegt und abschickt, hat noch nichts gebucht. Du schaltest ihn im Katalog über das Menü, „Einstellungen" und „Button ‚In den Einkaufswagen' anzeigen" ab. Bis die Änderung greift, können laut Hilfe bis zu 24 Stunden vergehen.
Wo hört der Katalog für Betriebe mit Terminen auf?
Bei der Uhrzeit. Ein Katalogartikel hat Name, Bilder, Preis und Beschreibung, aber kein Feld für die Dauer und keins für freie Termine. Der Katalog beantwortet die Frage „Was kostet das?", nicht die Frage „Wann geht es?".
Nach dem Blick in den Katalog geht das Hin und Her im Chat also weiter, bis ein Termin steht. Den trägst du danach selbst in deinen Kalender ein. Welche festen Texte dir dabei Arbeit abnehmen, steht im Beitrag zur automatischen Antwort in WhatsApp Business.
Wie passt der Katalog zu APPOYNT?
Er bleibt, wo er ist. APPOYNT verbindet deine Nummer über die WhatsApp Business Platform, mit Coexistence bleibt sie zugleich in der Business-App. Laut Metas Doku zu Coexistence ändert sich an Katalog, Bestellungen und Status in der App dabei nichts. Über die Platform sind diese Werkzeuge aber nicht verfügbar.
Der KI-Assistent liest den Katalog deshalb nicht. Er antwortet aus den Leistungen, die du im APPOYNT-Dashboard anlegst, mit Preis und Dauer. Fragt ein Kunde nach dem Preis, nennt er ihn. Will der Kunde buchen, schlägt er freie Termine aus deinem Kalender vor und trägt den gewählten direkt ein. Nutzt du den Katalog weiter als Schaufenster, pflegst du Preise an zwei Stellen. Wie das im Chat aussieht, zeigt der WhatsApp-Terminplaner.
Häufige Fragen zum WhatsApp Business Katalog
Was kostet der Katalog in WhatsApp Business?
Eine Gebühr nennt WhatsApp nicht. Der Katalog ist Teil der Business-App, die du kostenlos herunterlädst.
Wie viele Bilder kann ein Katalogartikel haben?
Bis zu zehn Bilder oder Videos am Handy, Videos mit höchstens 50 MB. In WhatsApp Web und der Windows-App lädst du nur Bilder hoch.
Darf eine Arztpraxis den WhatsApp-Katalog nutzen?
Für Behandlungen besser nicht. Metas Handelsrichtlinie schließt Medizin- und Gesundheitsdienstleistungen aus, und der Katalog fällt unter diese Richtlinie. Die Business-App selbst darf eine Praxis nutzen, mit den Grenzen für Gesundheitsdaten aus WhatsApps Business-Richtlinie.
Kann ich einen Katalog von Facebook übernehmen?
Ja, einen bestehenden Meta-Katalog verknüpfst du in der Business-App am Handy. Dort trennst du die Verknüpfung auch wieder. In WhatsApp Web kannst du den verknüpften Katalog laut Hilfe nur ansehen und teilen, und dafür muss die Facebook-Seite, mit der er verbunden ist, mit deinem WhatsApp-Unternehmenskonto verknüpft sein.
Was passiert mit dem Katalog, wenn ich zurück zum normalen WhatsApp wechsle?
Er kommt nicht mit. Beim Wechsel in den Messenger überträgt WhatsApp laut Hilfe keine Daten aus Business-Funktionen wie Katalog und Collections.
