Die Website läuft auf WordPress, die Termine laufen noch übers Telefon. Für den Schritt dazwischen gibt es zwei Wege: ein Buchungs-Plugin, das in WordPress selbst arbeitet, oder ein externes Buchungssystem, dessen Kalender du mit einem kurzen Code in eine Seite holst. Welcher passt, hängt weniger an WordPress als daran, wo deine Kundschaft sonst noch bucht.
Dieser Beitrag ist Teil unseres Leitfadens zur WhatsApp-Terminbuchung.
Plugin oder externes Buchungssystem: Was ist der Unterschied?
Ein Plugin installierst du in WordPress. Es speichert Termine und Kundendaten in deiner WordPress-Datenbank, und Updates, Sicherheit und Datensicherung laufen über deine Installation. Ein externes Buchungssystem ist ein eigener Dienst. Kalender und Kundendaten liegen beim Anbieter, auf deiner Seite steht nur ein Fenster, in dem gebucht wird.
| Plugin | Externes Buchungssystem | |
|---|---|---|
| Wo liegen die Termindaten? | In deiner WordPress-Datenbank | Beim Anbieter, mit Auftragsverarbeitungsvertrag |
| Wer macht die Updates? | Du oder wer deine Website betreut | Der Anbieter |
| Buchung außerhalb der Website | Nur über die Website | Auch per Link, etwa in Instagram oder im Google-Unternehmensprofil |
| Wenn die Website ausfällt | Die Buchung fällt mit aus | Der Buchungslink funktioniert weiter |
Ein Plugin passt, wenn deine Website ohnehin gepflegt wird und Buchungen nur dort ankommen sollen. Viele Plugins haben eine kostenlose Grundversion, erweiterte Funktionen kosten dann extra. Eine Übersicht verbreiteter Plugins hat IONOS zusammengestellt.
Ein externes System passt, wenn Termine auch über Instagram, Google oder WhatsApp hereinkommen und du alles in einem Kalender sehen willst. Dann ist die Website nur einer von mehreren Wegen zur Buchung.
Wie binde ich ein Buchungssystem in WordPress ein?
Im Blockeditor reichen vier Schritte:
- Öffne die Seite, auf der gebucht werden soll.
- Tippe in einen leeren Absatz „/html“ und füge den HTML-Block ein (englisch: Custom HTML).
- Füge den Einbettcode deines Buchungssystems ein.
- Speichere und prüfe die Seite in der Vorschau, am besten auch am Handy.
So sieht der Einbettcode bei APPOYNT aus, „deine-praxis“ steht dabei für die Adresse deiner Buchungsseite:
<!-- APPOYNT Buchung --> <div data-appoynt-embed="book" data-slug="deine-praxis"></div> <script async src="https://app.appoynt.de/embed.js"></script>
Das Skript setzt an die Stelle des Platzhalters ein Fenster mit der Buchung und passt dessen Höhe an den Inhalt an, auch auf dem Handy.
Seit WordPress 7.0 hat der HTML-Block getrennte Felder für HTML, CSS und JavaScript. Laut der WordPress-Dokumentation zum HTML-Block sieht die Felder für CSS und JavaScript nur, wer Code ungefiltert speichern darf. In Elementor heißt das passende Element HTML-Widget. Es nimmt auch Skripte an, ist laut Elementor-Hilfe aber standardmäßig Administratoren vorbehalten.
Betreut eine Agentur oder ein Bekannter deine Website, musst du den Code nicht selbst einbauen. Im Einbetten-Dialog von APPOYNT schickst du ihn per Mail an diese Person, Betreff und Anleitung sind schon formuliert.
Warum verschwindet der Einbettcode nach dem Speichern?
Fast immer, weil WordPress ihn aus Sicherheitsgründen herausfiltert. Zwei Ursachen kommen in Frage.
Auf WordPress.com bleiben Tags wie script und iframe nur auf einem bezahlten Tarif mit aktivierten Hosting-Funktionen stehen. Laut WordPress.com-Hilfe zum HTML-Block reicht der Tarif allein nicht: Die Hosting-Funktionen werden aktiv, sobald du mindestens ein Plugin installierst. Im kostenlosen Tarif entfernt WordPress.com solchen Code beim Speichern.
Auf einer eigenen WordPress-Installation darf Code mit Skripten nur speichern, wer das Recht dazu hat. Laut WordPress-Dokumentation zu Rollen sind das auf einer einzelnen Website Administratoren und Redakteure, in einem Multisite-Netzwerk nur Super-Admins. Wer als Autor angemeldet ist, dem bereinigt WordPress den Code.
Geht beides nicht, nimm den Buchungslink. Ein normaler Button mit dem Link zu deiner Buchungsseite funktioniert auf jedem Tarif, die Buchung öffnet sich dann auf einer eigenen Seite.
Geht Terminbuchung auch ohne Formular?
Ein Buchungssystem auf der Website erreicht nur, wer die Website besucht und dort klickt. Wer lieber eine Nachricht schreibt, schreibt dir sowieso, nur eben auf WhatsApp. Ein Knopf „Per WhatsApp schreiben“ auf deiner WordPress-Seite ist schnell gebaut: Er verlinkt auf wa.me mit deiner Nummer, den Link erzeugst du mit unserem WhatsApp-Link-Generator.
Mit APPOYNT bleibt es nicht beim Chat. Der KI-Assistent nennt freie Zeiten, trägt den Termin ein und erinnert vorher, und Buchungen aus WhatsApp und aus dem Widget auf deiner Website landen im selben Kalender. Wie das im Chat aussieht, zeigt der WhatsApp-Terminplaner. Warum Anfragen im Chat oft schneller zum Termin führen als am Telefon, steht im Beitrag WhatsApp statt Telefon.
Häufige Fragen zur WordPress-Terminbuchung
Gibt es eine kostenlose Terminbuchung für WordPress?
Ja, viele Buchungs-Plugins haben eine kostenlose Grundversion. Erweiterte Funktionen kosten bei vielen Plugins extra. Externe Buchungssysteme lassen sich meist eine Zeit lang kostenlos testen, APPOYNT zum Beispiel 14 Tage ohne Kreditkarte.
Funktioniert ein Buchungssystem auch auf WordPress.com?
Ja, wenn dein Tarif bezahlt ist und die Hosting-Funktionen aktiv sind. Dafür installierst du mindestens ein Plugin. Im kostenlosen Tarif entfernt WordPress.com Skripte und eingebettete Fenster, dann bleibt nur der Buchungslink als Button.
Kann ich Calendly in WordPress einbinden?
Ja, auf demselben Weg: Calendly liefert einen Einbettcode, der in den HTML-Block kommt, und auf WordPress.com gelten dieselben Tarif-Voraussetzungen. Worin sich Calendly von einer Buchung im Chat unterscheidet, steht in unserem Vergleich mit Calendly.
Muss das Buchungssystem in die Datenschutzerklärung?
Wenn ein externer Anbieter die Buchungsdaten verarbeitet, ja. Er gehört in die Datenschutzerklärung, und mit ihm schließt du einen Auftragsverarbeitungsvertrag. Bei APPOYNT ist der Auftragsverarbeitungsvertrag inklusive.
Wird die Buchung auf dem Handy richtig angezeigt?
Bei APPOYNT ja: Das Fenster passt seine Höhe an den Inhalt an, auch in Safari auf dem iPhone. Bei jedem anderen System lohnt ein Blick in die Vorschau am Handy, bevor die Seite live geht.
