Drei Angebote liegen auf dem Tisch: 17 € im Monat beim Baukasten, eine Agentur aus der Stadt mit „ab 1.490 €“ und ein Freelancer, der nach Stunden abrechnet. Nebeneinander gelegt sagen die Zahlen wenig, weil sie Verschiedenes bezahlen. Beim Baukasten mietest du ein Werkzeug und baust selbst, beim Freelancer kaufst du Arbeitszeit, bei der Agentur ein Ergebnis.
Vorweg, damit es nicht im Kleingedruckten steht: Wir bauen selbst Websites zum Festpreis. Unsere Preise stehen in diesem Beitrag neben denen der anderen, nach denselben Regeln gerechnet und mit denselben Lücken.
Was kostet eine Website im Baukasten?
Zwischen 7 und 50 € im Monat für die Tarife, die ein kleiner Betrieb braucht. Die Preise unten stammen von den Preisseiten der Anbieter, inklusive Mehrwertsteuer, bei Jahreszahlung oder zwölf Monaten Laufzeit, Stand 25.10.2026.
| Anbieter | Tarife im Monat | Was auffällt |
|---|---|---|
| Wix | Light 16,66 €, Core 29,75 €, Business 40,46 € | Domain im ersten Jahr gratis, Rechtstexte ein Jahr kostenlos |
| Jimdo | Start 12 €, Grow 20 €, Grow Legal 29 €, Unlimited 50 € | Buchungsfunktion in allen Tarifen, Rechtstexte im Tarif Grow Legal |
| IONOS | Starter 12 €, Plus 18 €, Pro 33 € | Plus im ersten Jahr für 1 €, Online-Buchung ab Plus |
| STRATO | Basic 7 €, Plus 12 €, Pro 18 € | Domain dauerhaft inklusive, Plus im ersten Jahr für 1 € |
Bei IONOS und STRATO sind die ersten Monate Aktionspreise, danach gilt der Preis in der Tabelle. Was die Tabelle nicht zeigt, ist die Arbeit: Texte schreiben, Bilder zuschneiden, Impressum und Datenschutzerklärung pflegen und die Seite aktuell halten, das bleibt alles bei dir. Wer das gern selbst macht, kommt mit einem Baukasten am günstigsten weg.
Was kostet eine Website vom Freelancer?
Ein Webdesigner auf freelancermap verlangt im Schnitt 70 € pro Stunde, das zeigt die Plattform für ihre Webdesign-Profile an. Über alle Fachgebiete hinweg liegt der Durchschnitt laut Freelancer-Kompass 2026 bei 103 € pro Stunde, erhoben unter rund 5.400 Freelancern, die größte Gruppe davon aus Software- und Webentwicklung.
Ein Arbeitstag mit acht Stunden kostet bei 70 € also 560 €. Wie viele Tage eine Seite braucht, hängt weniger an der Zahl der Unterseiten als daran, ob Texte und Fotos fertig sind, wenn die Arbeit beginnt. Jede Runde, in der jemand auf Material wartet oder Texte umschreibt, läuft bei einer Abrechnung nach Stunden mit. Deshalb rechnen wir unsere eigenen 14 Tage erst ab dem Tag, an dem das Material vollständig ist.
Nach dem Livegang kommen Hosting und Updates dazu. Manche Freelancer bieten dafür einen Wartungsvertrag an, andere übergeben die Seite und sind dann raus. Frag vor dem Auftrag, was nach dem Livegang passiert und was eine Änderung kostet.
Was kostet eine Website von der Agentur?
Das sagen die meisten Agenturen nicht. Wir haben die zehn Seiten durchgesehen, die laut Semrush für „webdesign paderborn“ auf Googles erster Seite stehen: Sieben nennen keinen Preis, drei einen Ab-Preis zwischen 789 € und rund 1.500 €. Einen festen Preis für ein festes Paket nennt keine (Stand 25.10.2026).
Es gibt Agenturen mit Paketpreisen. StudioMeyer zum Beispiel nennt 2.500 € für das Paket Fundament, 3.500 € für Wachstum und ab 6.500 € für individuelle Projekte. Die ersten zwölf Monate Betreuung sind dort enthalten, danach kostet sie 149 € im Monat, und nach der Zahlung gehört dir der Code. Laut Anbieter sind das Endpreise ohne Mehrwertsteuer-Aufschlag.
Unser eigenes Angebot: 990 € für den Bau von bis zu fünf Seiten auf einer Vorlage für deine Branche, danach 49 € im Monat für Hosting und Betreuung, beides zuzüglich Mehrwertsteuer. Die Betreuung läuft mindestens zwölf Monate. Der Preis ist niedriger, weil wir kein Design von Grund auf entwerfen: Für Handwerker, Coaches und Friseure gibt es feste Seitenpläne.
Was kostet eine Website über drei Jahre?
Einmalpreis und Monatspreis lassen sich erst vergleichen, wenn man sie über dieselbe Zeit rechnet. Hier sind es drei Jahre, ohne deine eigene Arbeitszeit und ohne Buchungssoftware.
| Weg | Einmalig | Laufend | Drei Jahre |
|---|---|---|---|
| Jimdo Grow Legal | 0 € | 29 € im Monat | 1.044 € |
| Wix Core | 0 € | 29,75 € im Monat | 1.071 € |
| APPOYNT | 990 € | 49 € im Monat | 2.754 € netto |
| StudioMeyer Wachstum | 3.500 € | 149 € im Monat ab dem zweiten Jahr | 7.076 € |
Die Baukästen sind Bruttopreise, unser Preis ist netto, brutto sind es 3.277,26 €. Für dich zählt der Unterschied, wenn du als Kleinunternehmer keine Vorsteuer abziehst: Dann zahlst du die Mehrwertsteuer selbst. Bei Wix sind die Rechtstexte nur im ersten Jahr kostenlos, in der Rechnung fehlen sie danach.
Welche Kosten entstehen, wenn etwas fehlt?
Die teuersten Posten stehen in keiner Preistabelle. Fehlen Angaben im Impressum oder stimmen sie nicht, können Mitbewerber und Verbände kostenpflichtig abmahnen, so fasst es der Zentralverband des Deutschen Handwerks zusammen. Was ins Impressum gehört, steht in § 5 des Digitale-Dienste-Gesetzes.
Lädt die Seite Schriften von Google-Servern, geht die IP-Adresse jedes Besuchers an Google. Das Landgericht München hat einem Besucher dafür 100 € Schadenersatz zugesprochen (Az. 3 O 17493/20). Laut IHK Bergisches Land folgten danach Schreiben an viele Betriebe mit Forderungen von 100 bis 170 €. Abhilfe ist einfach: Die Schriften liegen auf dem eigenen Server.
Bei der Barrierefreiheit können die meisten kleinen Betriebe aufatmen. Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gilt nicht für Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen anbieten. Kleinstunternehmen heißt laut Gesetz: weniger als zehn Beschäftigte und höchstens 2 Millionen Euro Jahresumsatz oder Bilanzsumme.
Wem gehört die Website am Ende?
Diese Frage entscheidet, was du bezahlst, wenn du gehst. Eine Seite aus dem Baukasten läuft auf dem Baukasten: Wechselst du den Anbieter, nimmst du Texte und Bilder mit und baust die Seite beim neuen Anbieter neu. Bei StudioMeyer gehört dir nach der Zahlung der Code, du kannst die Seite also woanders betreiben lassen.
Bei uns gehören dir die Domain und deine Inhalte. Bei der Kündigung übertragen wir die Domain und geben dir Texte und Bilder als Export. Die Seite selbst liegt auf unseren Servern in Frankfurt und geht mit der Kündigung der Betreuung offline. Das ist der Grund, warum der Bau bei uns 990 € kostet und nicht 3.500 €, und du solltest es vor dem Auftrag wissen, nicht danach.
Welcher Weg passt zu deinem Betrieb?
Der Baukasten passt, wenn du Spaß daran hast, selbst zu bauen, und die Abende dafür hast. Ein Freelancer oder eine Agentur mit eigenem Entwurf passt, wenn deine Marke ein Design von Grund auf braucht und das Budget dafür da ist.
Eine Vorlage zum Festpreis passt, wenn du eine Seite brauchst, die das Übliche gut macht: zeigen, was du anbietest, was es kostet und wie man dich erreicht. Vergibst du Termine, ist die Frage, ob Kunden direkt auf der Seite buchen sollen. Hast du schon eine Website, die dir gefällt, brauchst du dafür keine neue: Eine Buchungsseite mit Widget lässt sich in die bestehende Seite einbauen, auch in WordPress.
Häufige Fragen zu Website-Kosten
Was kostet eine Website im Monat?
Im Baukasten 7 bis 50 € für die Tarife, die ein kleiner Betrieb braucht. Lässt du die Seite bauen, kommt eine Betreuung für Hosting und Updates dazu, bei uns 49 € netto im Monat, bei StudioMeyer nach dem ersten Jahr 149 €. Die Domain ist bei vielen Angeboten enthalten.
Kann ich eine Website kostenlos erstellen?
Ja, mit Einschränkungen. Jimdo hat einen kostenlosen Tarif mit fünf Seiten, die Adresse endet dann auf jimdosite.com statt auf deiner eigenen Domain. IONOS lässt sich sieben Tage kostenlos testen.
Was kostet eine Website mit Online-Terminbuchung?
Bei Jimdo ist eine einfache Buchungsfunktion in allen Tarifen enthalten, bei IONOS ab dem Tarif Plus für 18 € im Monat. Bei uns kostet die Website 990 € und 49 € im Monat, der Kalender mit einem APPOYNT-Konto ab 29 € im Monat, alles zuzüglich Mehrwertsteuer.
Muss meine Website barrierefrei sein?
Für die meisten kleinen Betriebe ist sie nach dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz keine Pflicht, weil es Kleinstunternehmen mit Dienstleistungen ausnimmt. Das sind Betriebe mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens 2 Millionen Euro Jahresumsatz oder Bilanzsumme. Lesbare Kontraste und eine Seite, die sich mit der Tastatur bedienen lässt, helfen trotzdem allen Besuchern.
